Der Beginn meiner künstlerischen Entwicklung liegt in der Aktzeichnung, in der Beschäftigung mit der menschlichen Gestalt, ihrem Ausdruck und ihrer Bewegung. Meine Auseinandersetzung erfolgte zunächst mittels verschiedener zweidimensionaler Techniken, durch die ich mich in Erfassung von Form, Linie und Dynamik übte und Zeichnungen zumeist schnell auf Papier brachte. Ergänzend lernte ich Drucktechniken wie Radierung, Sieb- und Holzdruck und später auch Lithographie kennen und entdeckte dabei meine Freude am seriellen Arbeiten.
Mittlerweile habe ich mein künstlerisches Schaffen in den dreidimensionalen Raum erweitert. Durch die Arbeit mit Ton erschloss ich mir neue Möglichkeiten der Formfindung und des plastischen Ausdrucks sowie auch das längerfristige Arbeiten an einer Figur.
Einzelne meiner Skulpturen fanden ihre Umsetzung im Bronzeguss, dessen handwerkliche Bearbeitung ich teilweise selbst erlernen und durchführen konnte.

Meine Kunst verstehe ich als eine sinnliche Annäherung an den Menschen, seine Körperlichkeit, Haltung und innere Bewegung, die jenseits von Sprache sichtbar und fühlbar wird. Als Psychotherapeutin und als Künstlerin beschäftige ich mich mit Intimität und Verletzlichkeit, erforsche menschliche Erfahrung mit ihrer Mehrdeutigkeit und nicht auflösbaren Spannungen, Brüchen und Widersprüchen. Kunst und Psychotherapie eröffnen beide Zugänge zu den vielschichtigen Erfahrungen, Gefühlen und Geschichten, die menschliches Leben prägen. Während die Psychotherapie versucht, dies überwiegend im Dialog zu verstehen, sucht die Kunst nach anderen Formen, die menschliche Komplexität sichtbar, fühl- und erfahrbar zu machen. Sie ermöglicht den Ausdruck dessen, was sich den Worten entzieht.

So wie in der therapeutischen Beziehung Resonanzräume entstehen, geschieht dies zwischen Kunstwerk und Betrachter:in. Die sinnliche Wahrnehmung wirkt hier als Erkenntnisquelle, ein Zugang der dem Denken vorausgehen und es manchmal sogar ersetzen kann.

geb. in Frankfurt/Main

Kurse in Aktzeichnen, Radierung und Goldschmieden, Siebdruck, Objektzeichnen, VHS und Europäische Kunstakademie Trier

Ausbildung zur Ergotherapeutin mit mit anschließender Berufstätigkeit in verschiedenen Kliniken und ambulant

Studium der Psychologie

Steinbildhauerkurs, Freie Kunstschule Berlin, erste Tonskulpturen, diverse Aktzeichnenkurse bei Hans Stein

Weiterbildung in systemisch-lösungsorientierter Kurzzeittherapie, Familientherapie und Beratung

Studienabschluss als Diplom-Psychologin und Tätigkeit in verschiedenen psychiatrischen Kliniken

Konzeption und Leitung einer Einrichtung für Familien mit psychisch erkrankten Eltern

Approbation als psychologische Psychotherapeutin (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) und Niederlassung in eigener Praxis

Teilnahme an zwei Kunstklassen unter der Leitung von Kristina Redeker-Warter, Roland Nikolaus und Uta Jeran

Weiterhin regelmäßig Kurse im Plastischen Gestalten und Akt

The beginning of my artistic development lies in life drawing, in an intensive engagement with the human form, its expression, and its movement. My first approach consisted of various two-dimensional techniques, practicing the capture of form, line, and dynamism, usually quickly transferred on paper. Alongside this, I learned printmaking techniques such as etching, screen printing, and woodcut, and later lithography. Working with clay opened up new possibilities for me—in finding form, in sculptural expression, and in working on a single figure over a longer period of time. Some of my works have been realized in bronze cast.

I understand my artistic work as a sensory approach to the human being, to physicality, posture, and inner movement that become visible and tangible beyond language. As both a psychotherapist and an artist, I engage with intimacy and vulnerability, exploring human experience in all its ambiguity, and its irresolvable tensions, ruptures, and contradictions. Art and psychotherapy both open up access to the layered experiences, feelings, and stories that shape human life. While psychotherapy seeks to understand this primarily through dialogue, art searches for other forms to make human complexity visible, felt, and experienced—giving expression to what escapes words.

Just as resonance spaces arise in the therapeutic relationship, this happens between the artwork and the viewer. Sensory perception acts here as a source of insight, an access that can precede thinking, and sometimes even replace it.